Immer am 1. Mai stehen in Halle die Pokalfinals des örtlichen Fußballverbands an. Das Jahr 2026 macht da keine Ausnahme.

Anweisung von ganz oben: Kommt da bitteschön alle hin. Alle! Denn das ist ein SFV-Highlight, ein klassischer Zuschauermagnet. Lasst euch demzufolge anziehen, samt Family & Friends.

Wohin denn?

Zum VfL Halle im Stadion am Zoo natürlich. Der Austragungsort hat Tradition – und die ändern wir nicht. Das Wetter wird schön, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Außerdem haben wir uns das verdient, nachdem wir Anfang April ja noch Schneeketten brauchten.

Wer tritt an?

Um 11 Uhr startet das Finale um den Reservepokal. Der geht 12:45 Uhr plus X entweder an Turbine III oder an, jawoll, Turbine IV. Spielausschuss-Chef Sven Wunderlich augenzwinkernd: „Hoffentlich können sich auf dem Felsen vor, während und nach dem Spiel noch alle gut leiden…“

Um 14 Uhr legen die Finalisten des Stadtpokals los. Das sind heuer die Herrschaften vom Dautzsch und aus Nietleben.

Wie konnte es nur so weit kommen?

Im Reservepokal haben die beiden Turbinen halt alles weggepustet. Die Dritte hat in vier Spielen 24 Tore geschossen (10 gegen Rotation II, 8 gegen Dölau III, 5 gegen Reideburg III – im Halbfinale reichte dann ein minimalistisches 1:0 gegen Einheit II). Tja, und die Vierte legte nach Freilos drei Siege gegen Ha-Neu III (3:1) und Kröllwitz II (7:3) und Sterne II (2:0) hin. Damit kommt es zu mehreren Weltneuheiten: Diese vereinsinterne Finalpaarung gab’s noch nie. Und eine III-te gegen eine IV-te Mannschaft im Finale auch nicht. Lernt man heutzutage in der Schule eigentlich überhaupt noch bis Römisch-4, oder geht IV als „intravenös“ durch?

Im Stadtpokal fielen die Partien meist deutlich knapper aus, obwohl Dautzsch als Stadtligist auch mit einem 10:0 in Seeben (Achtelfinale) und einem 4:0 gegen PSV (Halbfinale) durchaus zu überzeugen. Derweil ging’s Askania Nietleben geradezu minimalistisch an, es reichten gerade einmal fünf Tore aus drei Spielen zum Finaleinzug (nämlich: Freilos, 1:0 bei HTB, 2:1 gegen die Sterne, und nochmal 2:1 bei Rotation).

Und sonst so?

  • Beide Stadtpokalfinalisten haben das Double im Blick. Soll heißen: Es gibt über den Pokal hinaus für beide noch ein Zweit-Ziel. Und das heißt Aufstieg. Auf dem Dautzsch könnte man sich nächstes Spieljahr wieder Stadtoberliga-Spiele vorstellen, und Askania träumt von der Landesklasse. Beide kennen sich in diesen Ligen gut aus…
  • Wer das alles erleben will, kommt ab 10 Uhr rein und kriegt das Pokal-Paket für 8 Euro. Wer ermäßigungsberechtigt ist (z. B. Kids), löhnt nur fünnef. Leute unter 12 zahlen nix.
  • Ich zitiere kurz die Ausschreibung: „Einlaufkinder bekommen ein Gratis-Eis.“ Daraus schlusszufolgern ist, dass es sowohl Einlaufkinder als auch ein gastronomisches Angebot geben wird, darunter mindestens Eis.
  • Namensgebender Sponsor beider Pokalwettbewerbe ist „Der Teamsportler“.
Werbeplakat mit den Final-Paarungen

Am 1. Mai geht’s rund: Die Pokalsieger des SFV Halle werden im Stadion am Zoo ermittelt. (Illustration: VfL Halle / Falko Kramm)